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Rudern: Marie-Louise Dräger gewinnt Weltcup im Einer der leichten Frauen


Deutschlandachter rettet Weltcupbilanz
Drei Siege für den Deutschen Ruderverband (DRV) in München

„Achter gewonnen Alles gewonnen“ lautet ein häufig strapaziertes Regattafazit unter Ruderfans. Aber beim „Heim-Weltcup“ lief es für DRV-Ruderflotte zwar etwas besser als zum Auftakt in Bled (Slowenien), doch die Messlatte des Trainerteams um Cheftrainer Hartmut Buschbacher liegt weit höher. Auf der Olympiastrecke von 1972 ruderten die Deutschen dreimal auf die oberste Stufe des Podiums. Allen voran der Deutschlandachter. Die Weltmeistercrew von Poznañ 2009 wurde von Bundestrainer Ralf Holtmeyer auf zwei Positionen verändert, doch gerudert wurde technisch brillant und aus einem Guss. Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) führte sein Team nach dem Vorlaufsieg, auch im Finale zu einem Start-Ziel-Triumph vor China und Großbritannien. Das DRV-Flaggschiff der Deutschen polarisiert die heimische Ruderszene, verzichtet in dieser Regatta-Saison auf die eigenen Werbeflächen am Boot, Riemen und Athletenkleidung zu Gunsten der Deutschen Sporthilfe und macht sich für die Kampagne“ Dein Name für Deutschland“ stark. „Wir sitzen alle in einem Boot und möchten 50 Jahre nach dem Olympiasieg des Deutschlandachters in Rom unserem größten Förderer danken und den Fördergedanken forcieren“, begründet DRV-Aktivensprecher Florian Menningen den Schritt in die Öffentlichkeit. Bei der Kampagne kann jeder Sportbegeisterte mit drei Euro im Monat den Olympiakämpfern von London 2012 helfen.
Den Sieg Nummer 2 erkämpfte der Doppelvierer der Frauen, vor Großbritannien und China die Silber und Bronze gewannen. Für den dritten Weltcupsieg in München sorgte die Rostockerin Marie-Louise Dräger im Einer der leichten Frauen. „Nach Platz 3 beim Weltcup in Bled, war es ein weiterer Schritt nach vorn“, freute sich die 29-jährige Sportsoldatin vom Olympischen RC. Mit dem Selbstvertrauen aus den gewonnen Vorlauf- und Halbfinalrennen, ließ die zweimalige Weltmeisterin im Finale nichts anbrennen. Im Ziel hatte der Schützling von Trainer Meinhard Rahn 7,4 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplazierte Eliane Waser (Schweiz) und die Schwedin Sara Karlsson.
Kaum schlechter als die Rostockerin platzierte sich Altmeister Marcel Hacker (Frankfurt/M.) im Einer der Männer. Mit einer taktischen Meisterleistung sicherte der 33-Jährige dem DRV eine von zwei Silberplaketten. Nur der Tscheche Ondrey Synek war wie in Bled wieder etwas schneller. Doch mit verhaltener Startphase, kräftiger Ruderarbeit auf der Mitteldistanz der 2000 Meterstrecke sowie einem tollen Endspurt ließ der Deutsche Meister Olympiasieger Olaf Tufte keine Chance auf Platz 2. Die zweite Silberne erkämpfte Stephan Krüger (ORC Rostock) mit dem Doppelvierer der Männer. In der etwas ungewohnten Bugposition rudernd, mussten er und sein Quartett nur den starken Kroaten den Vortritt beim Besteigen des Podiums überlassen.
Nicht im Weltcupfinale starteten die beiden anderen Rostocker Ruder. Während Ulrike Sennewald nach dem Vorlaufsieg krankheitsbedingt ihre Schlagposition im Finale nicht besetzen konnte, ruderte Felix Drahotta den DRV- Zweier mit Thomas Protze, als neuen Partner, auf Rang 9 über die Ziellinie.
„Wir waren in allen drei WC-Rennen auf den ersten 500 Metern noch zu schwach, um die Konkurrenz ernsthaft zu attackieren“, bilanzierte der Zweimetermann aus Rostock seinen Start in die Weltsaison.
„Zwei Tage Vorbereitung, das Hick-Hack um den Ausstieg seines vorherigen Partners waren einfach nicht optimal für Felix und Co.“, ergänzte Heimtrainer Meinhard Rahn das Ergebnis und hofft auf eine Steigerung beim Weltcup-Finale am 9. bis 11. Juli in Luzern.

Bildinformation:
Marie-Louise Dräger erkämpft sich in München den Weltcupsieg im Einer der leichten Frauen.


Überglücklich präsentiert sich die Rostockerin Marie-Louise Dräger (Mitte)nach dem Weltcupsieg von München.




Die spätere Siegerin Marie-Louise Dräger in Aktion.Stolze und glückliche Siegerin - Marie-Louise Dräger (Mitte)

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