Rudern: Marie-Louise Dräger rudert ihren Einer als Weltcupdritte ins Ziel
Marie-Louise Dräger Weltcupdritte Rostockerin poliert Weltcupbilanz des Deutschen Ruderverband (DRV) mit Bronze auf
Deutschland war beim Weltcupauftakt in Bled (Slowenien) mit den besten Einzelkönnern in den kleinen Bootsklassen Einer und Zweier ohne am Start. Sechs Boote der DRV-Ruderflotte gegen die Konkurrenz gesetzt, aber nur Silber für den paralympischen Handicap-Vierer und zweimal Bronze beim Rückflug in die Heimat. Am härtesten traf es den 2009-er Weltmeister Vierer ohne der leichten Männer. Die Crew aus Saarbrücken konnte den Sieg der Dänen nicht verhindern und wurde chancenlos Letzter im A-Finale der besten Sechs. „Es war sicher weniger als erhofft, hatten wir doch die aktuellen Deutschen Meister in den Kleinbooten hier auf dem See“, bilanzierte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher die „Bled“-Ergebnisse nur kurz. Besser als die „Saarbrücken-Crew“ konnte sich Marcel Hacker (Frankfurt a. M.) bei seinem Comeback im Einer der Männer präsentieren. Nur Sieger Ondrej Synek (CZE) und der Brite Alan Campbell ruderten mit höherer Geschwindigkeit und überließen dem Deutschen nur den dritten Rang. Nach 2000 Rennmetern behauptete der winzige 31 Hundertstel auf den Franzosen Julien Bahain. Mit dem gleichen erfreulichen Resultat sorgte Marie-Louise Dräger (Rostock) für Lichtblick Nummer drei in der DRV-Bilanz. Aber bis zum Finalstart musste die 29-Jährige Sportsoldatin länger als erhofft warten. „Denn einige Zeit war an Rennen rudern wirklich nicht zu denken. Heftige Sturmböen und Regenschauer sorgten für zwei Stunden Rennunterbrechung“, schilderte Trainer Meinhard Rahn die ungewohnte Situation. „Leider hat es nicht zum Sieg gereicht, aber die Zwangspause war sicherlich nicht Schuld“, suchte die Rostockerin die Ursache eher bei der eigenen Fahrt, als bei den Wettkapriolen vor Ort. Gegen die siegende Griechin Alexandra Tsiavou war die Startphase zu schwach und im Spurt hatte Laura Milani (ITA) das bessere Ende für sich. Bis zum „Heim“-Weltcup in München (18.-20.06.) will sie den „Akku“ wieder auftanken und auf Angriff rudern. So wie im Halbfinale, wo die spätere Siegerin das Nachsehen hatte. In München-Oberschleißheim wird der DRV mit kompletter Flotte antreten. Diesmal wurde parallel zum „Bled“-Weltcup in Köln noch der restliche Kandidatenkreis getestet. Souverän meisterte die „Küstenflotte“ die Aufgabe in der Domstadt. ORC-Vereinskollegin Ulrike Sennewald überzeugte im Härtetest. Mit ihrer Zweier-Partnerin Nina Wengert (Saarbrücken) siegte sie deutlich im Zweier der Frauen. Sensationell auf Position drei überquerten Anne-Sophie Agarius und Nadja Drygalla (Schwerin, Rostock) die Ziellinie. Bei den „Männer-Zweiern“ reichte es für Felix Drahotta (ORC) und Nils Menke (Friedrichstadt) zum gleichen Resultat. Im Einer überzeugte Weltmeister Stephan Krüger als Dritter hinter Lauritz Schoof (Rensburg) und vor Doppelzweier-Partner Eric Knittel (Berlin). „Damit dürften Ulli, Anne, Nadja, Felix und Stephan neben Marie beim Weltcup in München im DRV-Aufgebot rudern“, freute sich Trainer Meinhard Rahn über die Resultate nach der Telefonkonferenz zwischen Bled und Köln. Er und Trainerkollege Karsten Timm hielten sich gegenseitig auf den aktuellsten Stand und anschließend Grund zu Freude. Abschließend wurde noch in den Großbooten gerudert. „Dabei ruderte Stephan mit Eric im Doppelzweier fast wieder weltmeisterlich und gab der Konkurrenz keine Siegchance. Auch Ulli blieb ohne Niederlage im Vierer und im Formhoch“, lobte Trainer Karsten Timm die Kölner Fraktion der „Küstenflotte“.
Bildinformation: - Marie-Louise Dräger erkämpfte sich in Bled Weltcupbronze im Einer. - Weltmeister Stephan Krüger zeigte sich in Köln gut in Form und nach dem Zieleinlauf sichtlich ausgepumpt!
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