Wasserspringen: 55. Internationaler Springertag der Wasserspringen in Rostock ein SUPER-SPORTEVENT
DSV Wasserspringer mit starker Bilanz beim Springertag in Rostock Chinas Athleten mit 6 von möglichen 8 Siegen einsame Spitze
Rostocks Neptun-Schwimmhalle erlebte wieder ein internationales Sportevent der Spitzenklasse. Deutschlands-Topathleten platzierten sich auf dem Podium der 55. Auflage des Springertages, Chinas Salti- und Schraubenakrobaten zauberten Superschwierigkeiten mit Perfektion in das Sprungbecken und der 2008-er Olympiasieger Matthew Mitcham aus Australien glänzte mit dem i-Punkt der drei wettkampftage. Im Finale vom Turm tauchte er den Dreieinhalb-Delphin-Sprung ins Wasser. Der hätte perfekter nicht sein können - was alle Kampfrichter mit der Bestnote – 10,00 honorierten. „In einer solchen Einheit gab es das noch nie bei einem Rostocker Springertag“, freute sich auch Springertagspräsident Rainer Milles. Das Turmfinale am Sonntag war der Höhepunkt des 55. Internationalen Springertages, der gleichzeitig ein Springen des 16. FINA-Grand-Prix war. Für das Finale qualifiziert hatte sich auch der Deutsche Meister, Sascha Klein aus Aachen. Doch sein verpatzter Viereinhalb-Salto-Vorwärts-Gehockt kostet den angestrebten Platz auf dem Podium. Schon am 1.Wettkampftag hatte der 24-Jährige ganz oben gestanden, denn im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett erzielte er persönliche Bestleistung (490,80 Punkte) und lies Weltmeister Kai Qin (Synchronspringen) aus China keine Chance auf die 1000 Euro Preisgeld. Im Synchron-Finale vom Turm reichte es fürden Deutschen Vielstarter mit Patrick Hausding (Berlin) zweiten Rang und mit Pavlo Rozenberg (Aachen) vom Drei-Meter-Brett auf die dritte Stufe. Was DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow so kommentierte: „Wir haben im Vergleich mit der Weltspitze einen guten Eindruck hinterlassen, besonders bei den Männern“. Bei den Frauen gibt es für den DSV-Wassersprungfachmann Buschkow noch einige Reserven. Zwar gab es einen beachtlichen zweiten Platz durch Christin Steuer (Riesa) und Nora Subschinski (Berlin) im Synchronspringen vom Turm, aber der Rest konnte nicht überzeugen. 4000 Zuschauer verfolgt wurden. 4000 Zuschauer registrierten nachfolgende Ergebnisse: Frauen, 3 m: 1. Stratton (Australien) 363,85 Synchron 10 m: 1. Hu/Ma (China) 371,94 2. Steuer/ Subschinski (Riesa/Berlin) 310,98 Synchron 3 m: 1. Wang/Qu (China) 325,50. Männer Turm: 1. Liang Huo (China) 564,50 Synchron 10 m: 1. Junbai Li/Aisen Chen (China) 449,67 2. Klein/Hausding (Aachen/Berlin) 432,30 Synchron 3 m: 1. Yutong Luo/Kai Qin (China) 445,86 2. Hausding/Feck (Berlin/Leipzig) 431,13 3. Klein/Rozenberg (Aachen) 420,84.
Im OZ-Gespräch zog er Bilanz. OZ: Was bleibt Ihnen 2010 positiv in Erinnerung? Kriehn: Die hochkarätige Besetzung und das volle Haus. Das Rostocker Publikum hat für eine mitreißende Stimmung gesorgt. Diese Emotionen machen den Springertag aus, dafür kämpfen wir jedes Jahr. OZ: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Veranstaltung? Kriehn: Wir versuchen, uns stetig zu steigern. In diesem Jahr haben wir zum Beispiel im Internet einen Live-Stream geschaltet, um den Springertag national und international zu präsentieren. Wir bieten laut Weltverband FINA die beste Organisation. Andere orientieren sich an uns. OZ: Wo sehen Sie Reserven? Kriehn: Die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten – also ARD und ZDF – glänzten wieder einmal durch Abwesenheit. Das ist überaus ärgerlich. OZ: Inwiefern hat sich der finanzielle Aufwand für den Springertag verändert? Kriehn: Als ich vor 14 Jahren anfing, lag der Etat bei 60 000 Mark. Heute beträgt er 120 000 Euro. Dazu kommen noch Sachsponsoring und die Man-Power – 80 Helfer arbeiten hier ehrenamtlich. Ohne die perfekte Symbiose aus Wirtschaft, Politik und Sport wäre das alles nicht möglich. www.ostsee-zeitung.de
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